Ein Problem unserer Zeit!
Warum immer mehr Frauen die Verbindung zu ihrem Körper verlieren, und warum genau darin eines der größten Probleme unserer Zeit liegt!
DIE ZAHLEN SIND KEIN ZUFALL.
Die Geburtenrate sinkt seit Jahren und gleichzeitig steigt die Zahl der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch immer weiter an. Gleichzeitig endet mittlerweile etwa jede dritte Geburt in Deutschland mit einem Kaiserschnitt.
Natürlich hat all das unterschiedliche Ursachen und dennoch zeigt sich darin ein Muster, über das viel zu selten gesprochen wird:
Wir Frauen haben zunehmend die Verbindung zu unserem eigenen Körper verloren!
Früher war Wissen über den weiblichen Körper viel selbstverständlicher im Alltag verankert. Frauen wussten oft intuitiv, wann sie fruchtbar waren, wie sich ihr Zyklus verändert, was Stress mit ihrer Periode macht oder wie eng Körper, Hormone und Emotionen miteinander verbunden sind.
Dieses Wissen wurde nicht perfekt weitergegeben, aber es war präsent. Heute dagegen wachsen viele Mädchen und Frauen auf, ohne jemals wirklich erklärt zu bekommen, wie ihr Zyklus funktioniert, was Hormone eigentlich machen oder welche enorme Rolle Schlaf, Stress, Ernährung, Nervensystem und emotionale Belastung auf den weiblichen Körper haben.
Zusätzlich lernen bzw. spüren sie ihren natürlichen Zyklus nie kennen, da er schnell durch künstliche Hormone unterdrückt wird.
Stattdessen lernen viele Frauen erst dann genauer hinzuschauen, wenn „etwas nicht stimmt“. Wenn die Periode ausbleibt, der Kinderwunsch unerfüllt bleibt oder Beschwerden entstehen. Wenn unter der Geburt plötzlich Entscheidungen getroffen werden müssen, die man selbst kaum einordnen kann.
Dabei beginnt die eigentliche Problematik oft viel früher, nämlich bei fehlender Aufklärung und fehlendem Körperverständnis.
Viele Frauen wissen heute nicht mehr, wie sich ein gesunder Zyklus überhaupt anfühlt. Sie erkennen ihren Eisprung nicht, verstehen die Signale ihres Körpers nicht und haben nie gelernt, wie eng Leber, Darm, Schilddrüse, Stresssystem und Hormone zusammenarbeiten.
Gleichzeitig leben wir in einer Zeit voller Dauerstress, Schlafmangel, Umweltbelastungen, hochverarbeiteter Lebensmittel und permanenter Reizüberflutung. Unser Alltag entfernt sich immer weiter von natürlicher Balance und genau das spürt auch der weibliche Körper.
Das bedeutet nicht, dass moderne Medizin schlecht ist, ganz im Gegenteil. Die Möglichkeiten der heutigen Medizin sind unglaublich wertvoll und für viele Frauen ein großes Geschenk.
Das Problem entsteht dort, wo Frauen ihren eigenen Körper nicht mehr verstehen und dadurch immer früher die Verantwortung abgeben müssen, weil ihnen das Vertrauen fehlt.
Denn wenn du deinen Körper nicht verstehst, fällt es schwer, seine Signale einzuordnen und ihm wirklich zu vertrauen.
Genau das zeigt sich meiner Meinung nach nicht nur im Kinderwunsch, sondern auch rund um Schwangerschaft und Geburt. Wenn Frauen nie gelernt haben, ihren Körper zu lesen, entsteht schneller Unsicherheit. Aus Unsicherheit wird Angst und aus Angst heraus wird häufig früher eingegriffen.
Viele Frauen wissen gar nicht, wann ein medizinischer Eingriff wirklich notwendig ist und wann der Körper eigentlich noch selbst arbeiten könnte. Gleichzeitig fehlt oft die ruhige, ehrliche Aufklärung darüber, was im weiblichen Körper überhaupt passiert.
Genau hier beginnt für mich Veränderung. Nicht darin, Frauen Schuld zu geben oder medizinische Hilfe abzulehnen, sondern darin, Frauen wieder Wissen über ihren eigenen Körper zurückzugeben. Denn du kannst nichts unterstützen, was du nicht verstehst.
Du kannst deinem Zyklus nicht vertrauen, wenn du nie gelernt hast, ihn zu beobachten. Du kannst deinen Körper nicht stärken, wenn du seine Sprache nie kennenlernen durftest.
Wir brauchen deshalb dringend wieder mehr Bewusstsein für weibliche Gesundheit, nicht erst im Kinderwunsch oder unter der Geburt, sondern viel früher.
Mädchen sollten lernen dürfen, wie ihr Zyklus funktioniert, Frauen sollten verstehen, wie Hormone entstehen und wie sehr Nervensystem, Ernährung, Stress und Emotionen den Körper beeinflussen. Nicht aus Angst, sondern aus Selbstbestimmung.
Denn je besser Frauen ihren Körper verstehen, desto mehr verändert sich, das Vertrauen in den eigenen Zyklus, die Verbindung zum eigenen Körpergefühl, Entscheidungen im Kinderwunsch, während der Schwangerschaft und unter der Geburt.
Und vielleicht verändern wir langfristig genau dadurch auch die Zahlen, die uns heute so deutlich zeigen, dass etwas verloren gegangen ist.
Nicht unsere Weiblichkeit.
Nicht unsere Fähigkeit.
Sondern das Wissen darüber.
